Meine Einsamkeit

Durch die Krankheit habe ich mich immer mehr zurückgezogen, weil ich Angst vor Begegnungen und vor lästigen Fragen hatte. Mittlerweile gefällt mir meine Einsamkeit. Außerdem gibt es ja noch meine Hunde.

21.November 2010 - ZEITLOS
Am 11.11.2010 waren es genau zwei Jahre, seitdem ich zu Hause bin und von der Gesellschaft als krank eingestuft wurde.
Die volle Erwerbsminderung ist ausgesprochen und einen Schwerbehindertenausweis habe ich auch schon. Also, was ich damit sagen will, ist, dass ich die Fahnenstange meines Leidensweges - nach Aktenlage wie man so schön sagt - erreicht habe. Aber ich hatte nicht einmal Urlaub vom Kranksein, egal ob ich an der Ostsee, Nordsee oder an einem anderen sogenannten Urlaubsort war.

Selbst eine Pause, den pünktlichen Beginn und den Feierabend einer Arbeit kann ich nicht mehr genießen, weil es diese gesetzlich verankerten Rituale für mich nicht mehr gibt. Sogar ein schönes Wochenende, das ich Euch allen wünsche, verliert sich in der Zeitlosigkeit und ist nicht mehr so spürbar wie früher. Ich bin in einem Niemandsland angekommen und muss mich neu orientieren!

24 Stunden haben eine neue Bedeutung bekommen!
Ich möchte diese Zeit mit Achtsamkeit und im Einklang mit meiner Seele strukturieren!
Ich bin noch ganz am Anfang und lasse Euch weiteres wissen.

Ich komme wieder

Caracol